FAIR Data

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  • i
  • r
  • findable
  • accessible
  • interoperable
  • reuseable

ScienceEurope, der Verband der Wissen­schafts­för­der­orga­nisa­tionen in Europa (mit derzeit 36 Einrichtungen, in Deutschland die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Max-Planck-Gesellschaft, in Österreich der Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung, in der Schweiz der Schweizerische Nationalfonds), hat sich auf neue Kriterien und Maßnahmen für ein nachhaltiges Datenmanagement geeinigt: die FAIR-Prinzipien. Sie beschreiben klar und konkret, wie digitale Daten auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar gemacht werden sollen.

Findability/Auffindbarkeit

Forschungsdaten sollen umfangreich mit Metadaten beschrieben und mit einem eindeutigen Identifikator (persistent identifier PID) versehen werden. Metadaten und Identifikator stellen sicher, dass Forschungsdaten langfristig auffindbar sind.

Accessibility/Zugänglichkeit

Forschungsdaten sollen so abgelegt werden, das sie sich ohne spezialisierte Technologien oder Tools abrufen lassen, von Menschen und Maschinen. Es soll ausgewiesen werden, wer auf die Daten zugreifen kann und unter welchen Bedingungen sie genutzt werden dürfen. Geschützte Forschungsdaten, die nicht direkt bereitgestellt werden können, sollen über die Metadaten beschrieben werden. Idealerweise wird ein Authentifizierungsverfahren angeboten, über das ggf. ein individueller Zugang zu geschützten Forschungsdaten bereitgestellt werden kann.

Interoperability/Interoperabilität

Forschungsdaten sollen in offenen Formaten bereitgestellt werden, die sich systemunabhängig (weiter)verarbeiten lassen. Sie sollen systematisch und standardorientiert über Metadaten erschlossen sein, die sich an den Vokabularen der jeweiligen Fachdisziplin orientieren. Die Metadaten sollen in Struktur und Semantik deutlich gemacht und dokumentiert werden.

Reuseability/Wiederverwendbarkeit

Forschungsdaten sollen so aufbereitet werden, dass sie für die künftige Forschung (wieder)verwendet werden können. Sie sollen sich mit anderen Forschungsdaten kombinieren, kontrastieren oder in anderer Weise kollaborativ nutzen lassen. Die Metadaten sollen unterstützende Informationen über den Kontext bereitstellen, in dem die Forschungsdaten entstanden sind.