Datenintegration

Es gibt mehrere Möglichkeiten, externe Daten in digitale Bildungsmedien zu integrieren, auf dem Weg eines Imports, einer Einbettung, einer Extraktion oder eines Streams.

Import

Beim Import werden externe Daten einmalig aus einem Quellmedium in ein Zielmedium übertragen, dort gespeichert und wie gespeichert auch genutzt. Das Verfahren empfiehlt sich, wenn die Daten sich nicht allzu oft ändern, wenn ungesichert ist, wie lange sie auf dem Quellmedium verfügbar sind oder wenn Änderungen auf dem Quellmedium nicht automatisch übernommen werden sollen, weil es um den Stand der Daten zu einem speziellen Zeitpunkt geht.

Einbettung

Bei einer Einbettung verbleiben die Daten im Quellmedium und werden nicht im Zielmedium gepeichert. Dieses Verfahren empfiehlt sich, wenn man nicht über ausreichende technische Infrastrukturen verfügt, beispielsweise für die Bereitstellung von ressourcenintensiven Videos, oder wenn die rechtlichen Vorgaben nur eine Einbettung der Daten zulassen. Ziel- und Quellmedium müssen immer miteinander verbunden sein, die Daten sind also nur online verfügbar, und man kann nur Features und Funktionen bereitstellen, die aufseiten des Quellmediums angeboten werden.

Extraktion

Bei einer Extraktion handelt es sich um ein Verfahren, bei dem die Quelldaten ausgelesen, zwischengespeichert und weiterverarbeitet werden. Die Daten werden also nicht wie bei einem Import unverändert weiterverwendet. Sie werden für spezielle Anwendungen aufbereitet, erst in aufbereiteter Form endgültig gespeichert und dann ins Zielmedium integriert. Dieses Verfahren wird eingesetzt, wenn Daten aus mehreren, auch heterogenen Quellen integriert und miteinander vernetzt werden sollen, vor allem, die alles auch offline nutzbar sein soll.

Stream

Bei einen Stream können die Daten ebenso wie bei einer Extraktion ausgelesen und weiterverarbeitet werden, aber ohne zwischengespeichert zu werden. Die Daten werden in einem kontinuierlichen Datenstrom im Zielmedium integriert. Damit ist es möglich, im Unterschied zur Extraktion, digitale Daten in Echtzeit bereitzustellen, und dies in einem offenen Netz, ohne zentrale Akteure oder Aktanten (Server).